04 ZERTIFIZIERUNG & EVALUATION

Erneut erfolgreich rezertifiziert

Übergabe des Zertifikats für exzellente Bildung im Bereich digitale Fertigungsprozesse und digitales Lernen an Schulleiter Dr. Heil und das Kollegium der Christian-Schmidt-Schule Neckarsulm.

Die Zukunft der dualen Ausbildung hängt maßgeblich davon ab, wie gut Schulen und Betriebe gemeinsam digitale Technologien in die Ausbildung integrieren.

Ein Beispiel für eine gelungene Lernortkooperation liefert die Christian-Schmidt-Schule in Neckarsulm: Sie hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Vorreiter für digitales Lernen und der Verknüpfung von Theorie und Praxis entwickelt und wurde daher von der Nachwuchsstiftung Maschinenbau und dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg für ihre herausragende Arbeit im Bereich digitalisierte Fertigungsprozesse rezertifiziert.

An der feierlichen Zertifikatsübergabe am 15. Oktober 2025 nahmen rund 60 Gäste aus Schule, Wirtschaft und Verwaltung teil. Das Auditteam, bestehend aus Tobias Barthruff, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, Thilo Seltmann, Gewerbliche Schule Aalen, und Gerd Schlimm von der Nachwuchsstiftung Maschinenbau, überreichte die Auszeichnung an Schulleiter Dr. Michael Heil und sein Kollegium.

„Mit der bestandenen Zertifizierung stellt die Christian-Schmidt-Schule im Bereich digitalisierte Fertigungsprozesse und digitales Lernen ein Leuchtturmprojekt für die Region dar“, betonte Gerd Schlimm während seiner Grußadresse bei der Festveranstaltung.

 

Lernortkooperation als Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit

Die Rezertifizierung zeigt, wie die Verzahnung zwischen schulischer Ausbildung und betrieblicher Praxis gelingen kann. Die Christian-Schmidt-Schule setzt dabei auf konkrete Projekte: die Automatisierung der CNC-Fertigung mit Plattenwechsler, fahrerlose Transportsysteme und den Aufbau einer Smart Factory. In enger Kooperation mit der ebenfalls zertifizierten Technischen Schule Aalen werden Lernprozesse abgestimmt und neue Unterrichtsformate entwickelt, die Industrie-4.0-Technologien in den Ausbildungsalltag integrieren. Schulleiter Dr. Michael Heil sieht darin einen klaren Mehrwert für die Auszubildenden: „Unser Ziel ist es, schulische Prozesse transparent zu gestalten und sie konsequent weiterzuentwickeln, damit unsere Schülerinnen und Schüler von einem modernen, praxisnahen Unterricht profitieren.“

 

Zertifizierung schafft Orientierung und Qualitätssicherung

Mit der Zertifizierung im Bereich digitalisierte Fertigungsprozesse und digitales Lernen unterstützt die Nachwuchsstiftung Maschinenbau berufsbildende Schulen dabei, ihre Ausbildungsqualität sichtbar zu machen und gezielt weiterzuentwickeln. Bewertet werden die technische Ausstattung, die didaktische Umsetzung digitaler Lerninhalte sowie die Integration von Industrie-4.0-Themen in den Unterricht.

In Baden-Württemberg wurden bereits sieben Schulen im Bereich der rechnergestützten Fertigung, zwei davon zu digitalen Fertigungsprozessen, rezertifiziert. Sie gelten als regionale Kompetenzzentren und sind wichtige Partner für Unternehmen, die ihre Fachkräfte auf die Anforderungen der vernetzten Produktion vorbereiten wollen.

 

Signalwirkung für die Branche

Für den Maschinen- und Anlagenbau ist die Rezertifizierung ein starkes Signal: Sie zeigt, dass die duale Ausbildung mit modernen Lernorten Fachkräfte auf die Anforderungen von morgen vorbereitet. Unternehmen profitieren unmittelbar davon, wenn Schulen ihre Ausbildung an realen Produktionsprozessen ausrichten. Lernortkooperationen wie in Neckarsulm schaffen praxisnahe Lernumgebungen, in denen der Fachkräftenachwuchs die Schnittstellen von IT, Automatisierung und Fertigung beherrscht.

Ansprechpartner

Gerd Schlimm