05 PROJEKTE

Zukunftskompetenzen für KMU

Die industrielle Arbeitswelt steht unter Spannung. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Klimamanagement und der zunehmende Fachkräftemangel verändern Betriebe in einer Geschwindigkeit, die viele herausfordert. Gleichzeitig drücken wirtschaftliche Unsicherheiten auf die Stimmung: Auftragsrückgänge, Rezessionstendenzen und globale Risiken treffen vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) hart. Sie müssen den technologischen Wandel bewältigen – und zugleich wirtschaftlich stabil bleiben.

In dieser Gemengelage setzte das Projekt DiKliMa bewusst einen Gegenpol. Zwischen 2023 und 2025 unterstützte das vom Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg geförderte Projekt KMU dabei, Zukunftskompetenzen aufzubauen – verständlich, praxisnah und realistisch. In diesen zwei Jahren haben mehr als 700 Teilnehmende das Angebot wahrgenommen, was eindrucksvoll zeigt, wie groß der Bedarf an niedrigschwelligen und unmittelbar nutzbaren Qualifizierungen ist.

Im Zentrum standen drei Themenfelder, die über die Zukunftsfähigkeit von KMU entscheiden: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Klimamanagement sowie moderne HR-Arbeit. Durch praxisorientierte Formate und reale Beispiele konnten Unternehmen in Basis- und Vertiefungsschulungen Technologien kennenlernen, die zuvor oft als zu abstrakt oder zu anspruchsvoll galten.

Digitalisierung und KI: Hürden abbauen, Möglichkeiten öffnen

Gerade im Bereich Digitalisierung und KI gelang es, viel Skepsis zu nehmen. Zahlreiche Teilnehmende kamen ohne technisches Vorwissen – und gingen mit einem klaren Verständnis möglicher Anwendungsfälle zurück in ihre Betriebe. Ob No-Code-Tools, Predictive Maintenance oder KI-gestützte HR- und Produktionsprozesse: DiKliMa hat gezeigt, dass Technologie auch mit begrenzten Ressourcen wirksam eingesetzt werden kann.

 

Klimamanagement: vom Pflichtfeld zur strategischen Chance

Ebenso deutlich wurde das Potenzial im Klimamanagement. CO2-Bilanzen, Energieeffizienz oder Berichterstattung wurden mithilfe verständlicher Tools und Methoden greifbar – und strategisch nutzbar. Nachhaltigkeit wurde nicht als Belastung vermittelt, sondern als Chance, sich zukunftsfest aufzustellen.

HR & Führung: Menschen stärken, Betriebe weiterbringen

Auch im Bereich HR und Führung profitierten die Unternehmen unmittelbar. Schulungen zu Themen wie KI im Recruiting, Employer-Branding, Onboarding, Kommunikations- und Konfliktlösungen sowie modernen Führungsansätzen halfen ihnen, ihre Attraktivität zu steigern und interne Prozesse professioneller zu gestalten.

 

Höhepunkt: die Abschlussveranstaltung

Die Abschlussveranstaltung am 20. November 2025 in der Forschungsfabrik Karlsruhe setzte ein starkes Zeichen: DiKliMa ist kein Projekt, das still ausläuft. Es ist ein Impulsgeber, der bleibt. Live-Demonstrationen realer Produktionsprozesse, Einblicke in KI-Anwendungen von Unternehmen wie TRUMPF, HELLER, HORN und Dieffenbacher sowie die Keynote von Prof. Dr. Jürgen Fleischer, Institutsleiter Maschinen, Anlagen und Prozessautomatisierung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), machten deutlich, wie greifbar Transformation heute schon ist.

 

Wissen, das bleibt

Videomaterial, Best Practices und zahlreiche Vernetzungsmöglichkeiten sorgen dafür, dass die Erkenntnisse des Projekts weit über den Abschluss hinauswirken. Zu diesem Zweck wurden zentrale Inhalte dauerhaft zugänglich gemacht – über die Projektwebsite und die Lernplattform Mobile Learning System (MLS) der Nachwuchsstiftung Maschinenbau gGmbH. Ergänzend entstanden kompakte Transferpakete für Verbände, Schulen und Multiplikatoren, die sich ohne großen Aufwand in der Praxis einsetzen lassen. Durch die enge Zusammenarbeit mit VDMA, VDW, Kammern, Wirtschaftsförderungen und Bildungseinrichtungen wird sichergestellt, dass die Inhalte weiterhin diejenigen erreichen, die sie am dringendsten benötigen.

DiKliMa hat gezeigt: Echte Transformation zeigt sich nicht in Absichtserklärungen, sondern in konkreten Entscheidungen. Jeder Schritt in Richtung Digitalisierung, KI, Klimamanagement oder moderner HR-Arbeit stärkt nicht nur das eigene Geschäftsmodell, sondern die Zukunftsfähigkeit der gesamten Industrie.

Projektpartner

Ansprechpartnerin

Jana Eiser-Mauthner