03 LEHR- & LERNMEDIEN
MLS bei der Krones AG
Einblick in die Ausbildung bei der Krones AG.
Mit der Lernplattform Mobile Learning System (MLS) unterstützt die Nachwuchsstiftung Maschinenbau Unternehmen dabei, Lernprozesse strukturierter, flexibler und transparenter zu gestalten. Das Ziel besteht darin, Auszubildenden zeitgemäße Lernumgebungen zu bieten und Ausbildende bei der Organisation und Gestaltung der Ausbildung zu entlasten.
Digitale Ausbildung braucht dabei mehr als nur eine Lernplattform – sie braucht Struktur, Begleitung und passgenaue Unterstützung. Genau hier setzt das Customer Success Management für MLS der Nachwuchsstiftung Maschinenbau an. Unternehmen werden praxisnah bei der Einführung und Weiterentwicklung von MLS begleitet.
Die Wirkung zeigt sich auch 2025 deutlich: 468 Teilnehmende wurden in Schulungen gezielt auf die Nutzung von MLS vorbereitet. Insgesamt fanden 12 Key-User-Schulungen in den Räumen der Nachwuchsstiftung Maschinenbau statt, ergänzt durch 66 Schulungstage direkt in den Unternehmen.
Auch die Krones AG wurde im Rahmen des Customer Success Managements bei der Einführung von MLS begleitet. Im folgenden Interview berichtet Maximilian Mölter, Technischer Ausbilder bei Krones, warum sich das Unternehmen für MLS entschieden hat, wie der Einführungsprozess gestaltet wurde und welche Veränderungen sich im Ausbildungsalltag ergeben haben.
Herr Mölter, was hat Sie dazu bewogen, MLS in Ihrem Unternehmen einzuführen – und welche Ziele haben Sie damit verfolgt?
Die Art und Weise, wie junge Menschen heute lernen, hat sich massiv verändert. Klassische PowerPoint-Präsentationen und frontale Unterrichtsformate stoßen bei der Generation Z zunehmend an ihre Grenzen. Mit unserem Projekt „Learning Management System, kurz LMS, in der Ausbildung“ wollten wir die Krones-Ausbildung konsequent in Richtung Zukunft ausrichten und eine Lernwelt schaffen, die zu den Erwartungen moderner Nachwuchskräfte passt.
Unser Anspruch war es, eine Plattform zu schaffen, die nicht nur Inhalte bereitstellt, sondern Lernprozesse erlebbar macht – zielgruppengerecht und gleichzeitig nach unseren eigenen didaktischen Ideen.
Wie hat Sie die Nachwuchsstiftung Maschinenbau bei der Einführung von MLS konkret begleitet?
Die Nachwuchsstiftung Maschinenbau war für uns ein zentraler Partner, der nicht nur technische Grundlagen geliefert, sondern uns vor allem strategisch begleitet hat. Gemeinsam mit der Nachwuchsstiftung Maschinenbau sowie den weiteren Projektpartnern GuideCom AG und eCademy GmbH konnten wir eine Plattform entwickeln, die Inhalte, Trainings und eigene Lernpfade bündelt.
Besonders wertvoll war die enge Abstimmung in der Konzeptionsphase: die Unterstützung bei der Strukturierung der Lernpfade, der Austausch zu Best Practices anderer Unternehmen, die Begleitung des Projektteams sowie Schulungen für die User. Die Zusammenarbeit war jederzeit auf Augenhöhe und geprägt von einem gemeinsamen Ziel: eine moderne, nachhaltige Ausbildungswelt zu schaffen.
Welche Herausforderungen sind Ihnen im Einführungsprozess begegnet – und wie konnten diese gemeinsam mit der Nachwuchsstiftung Maschinenbau gelöst werden?
Gemeinsam mit der Nachwuchsstiftung Maschinenbau konnten wir einzelne Fragestellungen pragmatisch lösen – vor allem durch gezielte Impulse, methodische Anregungen und einen Blick von außen. Die eigentliche inhaltliche und organisatorische Arbeit lag jedoch klar beim LMS-Team von Krones, das die Lernpfade konzipiert, Pilotgruppen gesteuert, Feedbackschleifen aufgebaut und das intensive Testen verantwortet hat.
Die Nachwuchsstiftung Maschinenbau hat uns dabei punktuell unterstützt, insbesondere durch fachliche Impulse und Best-Practice-Beispiele, die an geeigneter Stelle neue Perspektiven eröffnet haben. Diese ergänzende Zusammenarbeit hat es ermöglicht, unseren eigenen Krones-Ansatz weiter zu schärfen und passgenau umzusetzen.
Was hat sich seit der Einführung von MLS in Ihrer Ausbildungsarbeit konkret verändert?
Schon nach drei Monaten Praxis sehen wir deutlich, dass sich das Lernen bei uns verändert hat – und zwar spürbar positiv.
Ich konnte mich als technischer Ausbilder selbst davon überzeugen, wie intuitiv und selbstverständlich die Plattform von unseren Auszubildenden genutzt wird. Die Ergebnisse unserer Projektabschlussrunde haben das zusätzlich bestätigt: LMS schafft bereits heute spürbare Mehrwerte – nicht nur technisch, sondern vor allem didaktisch durch klar strukturierte Lernpfade, den Impuls zum eigenständigen und selbstbestimmten Lernen sowie durch viele praxisnahe Beispiele.
Welche Empfehlung würden Sie anderen Unternehmen geben, die über die Einführung von MLS nachdenken?
Meine wichtigste Empfehlung: Sehen Sie MLS nicht als IT-Projekt, sondern als Kulturprojekt. Der Erfolg hängt davon ab, wie gut Ausbilderinnen und Ausbilder, Lernende und Verantwortliche in den Prozess eingebunden werden. Gleichzeitig lohnt es sich, mutig zu denken – weg von klassischen Unterrichtsformaten hin zu dynamischen Lernwelten.
Und: Ein starker Partner wie die Nachwuchsstiftung Maschinenbau macht den Unterschied. Die Einführung ist kein Selbstläufer, aber mit der richtigen Unterstützung gelingt sie schneller und nachhaltiger als man denkt.
Über die Krones AG
Die Krones AG mit Hauptsitz in Neutraubling bei Regensburg entwickelt und fertigt Maschinen und Anlagen für die Abfüll-, Verpackungs- und Getränkeindustrie. Als weltweit führender Systemanbieter begleitet Krones mit seinen weltweit über 20.000 Mitarbeitenden die gesamte Wertschöpfungskette – von der Prozess- und Abfülltechnik über die IT-Lösungen bis zur Recyclingtechnologie. Mit einem starken Fokus auf Innovation, Nachhaltigkeit und hochwertige Ausbildung investiert Krones kontinuierlich in die Entwicklung seiner über 500 Nachwuchskräfte.